Wir über uns
 
 
 
 
  Selbstverständnis des Frauenstadtarchivs Dresden

Das Frauenstadtarchiv Dresden gehört seit 2003 zum Trägerverein FrauenBildungsHaus Dresden e. V. Wegen der spezifischen Aufgabenstellung ist es innerhalb dieses Vereins der Arbeit im Frauenbildungszentrum "Hilfe zur Selbsthilfe" zugeordnet. Seinen Sitz hatte es bis 2011 im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1. Seit 29. Dezember vergangenen Jahres hat das Frauenstadtarchiv in den Räumlichkeiten des Trägervereins in der Oskarstraße 1 seine neue Wirkungsstätte bezogen.

Das Frauenstadtarchiv Dresden versteht sich seit der Projektgründung als Dokumentationsstelle für die Forschung, als Trägerin der Überlieferung von Kulturgut und als Förderin von Frauenbildung. Inhaltlicher Arbeitsschwerpunkt ist seit 2010 ein Schulprojekt, das Gender Mainstreaming anhand von historischen Frauenpersönlichkeiten und Frauengeschichtsforschung nachhaltig im schulischen Alltag zu verankern sucht. Die tatsächliche Umsetzung des Konzeptes in der sächsischen Schullandschaft ist eine wesentliche Aufgabe des Frauenstadtarchivs Dresden in 2011 / 2012.

Neben diesem neuen Fokus der Projektarbeit wird die Veranstaltungsreihe "Frauen sind…?! Berufsbiografien von Frauen und Frauenwirken in Dresden in Vergangenheit und Gegenwart unter geschlechterspezifischen Aspekten" fortgesetzt. Sie hat sich mittlerweile in Dresden zu einer beliebten Weiterbildungsplattform etabliert und wird von den Besucherinnen und Besuchern als gern genutzte Alternative zu den klassischen Formen der Erwachsenenbildung angenommen.

Zum Selbstverständnis der Arbeit des Frauenstadtarchivs Dresden als Archiv gehört darüber hinaus die Sammlung, wissenschaftliche Erschließung und Nutzbarmachung von Unterlagen zur Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie die Aufbereitung der in der Projektlaufzeit gesammelten Materialien nach archivwissenschaftlichen Grundsätzen. Mit noch mehr Nachhaltigkeit soll in 2011 / 2012 die Übernahme älterer Projektunterlagen von Dresdner Frauenvereinen und -projekten initiiert werden, denn die Umbruchserfahrungen der "Wende" hatten erhebliche Auswirkungen auf das vorherrschende Geschlechterrollenverständnis und demzufolge auf die weiblichen Biografieverläufe. Mit diesem Sammlungsschwerpunkt soll ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung des überlieferten Kulturgutes vor allem vor und nach 1989 / 1990 gewährleistet werden.

Die zu beobachtende zunehmende Komplexität der Lebens- und Bedarfslagen der Menschen sowie die projekteigenen Ansprüche (Sichtbarmachung der oft hinter den Kulissen geleisteten gleichstellungspolitischen und -relevanten Arbeit der Frauen) und Bedürfnisse machen die Vernetzung auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene zunehmend notwendiger. Wichtige Kooperationspartnerinnen und -partner auf lokaler Ebene sind: FrauenBildungsHaus Dresden e. V., Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann der Landeshauptstadt Dresden, Gleichstellungsbeauftragte der Landesdirektion Dresden, Stadtarchiv Dresden, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Verbund Dresdner Frauenprojekte, Bürgerstiftung Dresden, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Goethe-Institut Dresden, Interessengemeinschaft Schauspiel Dresden e. V., Historisches Archiv der Sächsischen Staatsoper Dresden, TU Dresden, Geschichtswerkstatt Dresden-Nordwest. Auf überregionaler Ebene arbeitet das Frauenstadtarchiv Dresden zusammen mit: i.d.a. informieren, dokumentieren, archivieren sowie mit deutschsprachigen Frauen- / Lesbenarchiven, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.
 
 
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